Montag, 3. September 2007 

So schnell vergeht die Zeit...

Sepp Schellhorn Original-Rezept: Gefüllte Paprika

Es könnte bereits jemandem aufgefallen sein...

... und bei dem Einen oder Anderen sind vielleicht auch schon Entzugserscheinungen aufgetreten. Was ich bei all der Strahlkraft trotzdem als eine Art Selbstüberschätzung und Angeberei einstufen würde...

Fakt ist, wir verzeichnen schon eine 3 wöchige Verspätung unseres Genussletters !

Hat aber wirklich auch nur menschliche Gründe. Mir als "Schreiber" ist einfach nicht's im Leben aufgefallen über das man herziehen könnte.

Nichts, aber auch schon gar nichts. Nun mag sich schon die eine lustige oder unlustige Geschichte über die eine oder andere charakterliche oder menschliche Schwäche in Salzburg am Mönchsberg  während der Festspielzeit abgespielt haben.

In Goldegg war es jedoch auffallend entspannt. Welch Wunder, bei dieser Terrasse...

Auch ich habe versucht, meine eigenen Schwächen aufzuzeigen. Für die ich ja auch an den Pranger gestellt wurde. Wer es gesehen hat: "Stermann-Grissemann's Late Night Show" im ORF.
War aber wirklich nur lustig gemeint. Ich meine, lustig haben's eh nur die verstanden, die meinen schwarzen Humor kennen! Allen anderen sei hier noch mal versichert: Es war wirklich nur eine Sendung der Satire. Der stellvertretende Botschafter der Schweiz hat dies ebenfalls so gesehen und wunderbar mit beiden Moderatoren mitgespielt, so wie ich. Also wirklich, bei meiner Ehre...
Und Anelise genießt ihr wunderbares Hundeleben nach wie vor im Seehof!

Und wenn mir schon nichts mehr einfällt, außer satirischer Blödsinn, dann ist es wohl Zeit, darüber nachzudenken, was einem wichtig ist. So wirklich wichtig.

Ja, man kann natürlich sagen Zeit. Dies kann ja auch nur dann wichtig sein, wenn man Zeit hat. über die Zeit nachzudenken. Ich meine, wenn es einem erlaubt ist, darüber nachzudenken. Man kann nicht die Wichtigkeit von Zeit hervorheben, wenn man Hunger hat. Wenn einem nicht die Möglichkeit gegeben ist, sich Zeit zu nehmen, weil man darüber nachdenken muss, wie man seinen Kühlschrank füllt...
Wenn man aber doch darüber nachdenken kann, dann merkt man, wie die Zeit vergeht, und man merkt erst zu spät, was wichtig war.

Meine Zeit für gefüllte Paprika ist jetzt gekommen...

Spätsommerliche Seehofgrüße aus dem unaufgeregten Goldegg!

Ihr Sepp und Susi Schellhorn und das Seehof-Team


Für Alle, die sich Zeit für sich vergönnen können:

SEEHOFBLAU (von Montag bis Freitag)

Ausschlafen | Genießen | Frühstücken | Zeit haben | ganz lang Entspannen | ein gutes Buch lesen | Tageszeitung von vorn bis hinten lesen | nichtstun | Beine hoch | den Schmetterlingen zuhören | die Spätsommersonne spüren | den Moorsee erleben | Joggen - Walken - Wandern | den Alltag vergessen | ein gutes Glas Wein trinken | im romantischen Soulgarten sinnieren | Träumen und nichts versäumen

4 entspannte Urlaubstage und -nächte inklusive 2-Hauben-Halbpension
Euro 310,00 pro Person

SEPP SCHELLHORNS ORIGINALREZEPT: GEFÜLLTE PAPRIKA

Jetzt ist die Zeit der Paprika's . Die Erntezeit ist in den Monaten September und Oktober. Es müssen unbedingt die dünnen Paprika sein. Nicht die üblichen, dickwandigen, gezüchteten Paprika.

Zutaten
6 Paprika ( 2 als Reserve für jene die einen Nachschlag wollen)
15 Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Zucker
3 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
1/4 Rindersuppe

400 gr. Kalbfleisch faschiert
5 altbackene Semmel in Wasser eingeweicht

3 Eier
3 EL gekochten Reis
Salz, Pfeffer
Petersilie gehackt

4 EL Ketchup

Zubereitung
Tomaten in Streifen schneiden. Würfelig geschnittenen Zwiebel und Knoblauch in Scheiben in Olivenöl und Zucker langsam goldig anschwitzen.
Tomaten, Ketchup und Lorbeer der Rindersuppe beigeben und bei halber Hitze zugedeckt 1 Stunde köcheln lassen. Mixen, Salzen und durch ein Sieb passieren.

Paprika am Kopf anschneiden und die Kerne entfernen.
Das Kalbsfaschierte mit den eingeweichten, ausgedrückten Semmeln vermischen. Salz beigeben und nochmals gut durchmischen. Pfeffern und Petersilie sowie die Eier unterheben. Mit Reis abmischen, die Paprika füllen und bei 180 Grad im Rohr eine Stunde anbraten. Nach dieser Stunde die Tomatensauce über die Paprika gießen und eine weitere halbe Stunde im Rohr schmoren lassen.

Das ist meine Stunde Zeit zum Nachdenken, was wichtig ist.

Ich serviere sehr gerne ein Erdäpfelpuree dazu.


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